Es ist ein Ausweis dafür, wie sicherheitspolitisch angespannt diese Zeiten sind, dass sich vor wenigen Tagen das erste Mal in der jüngeren Thüringer Geschichte ein Sicherheitskabinett der Landesregierung zusammengesetzt hat. Im Anschluss daran ist dieses Treffen von manchen glorifiziert worden. Von anderen – auch aus der Regierungskoalition heraus – wurde es ignoriert. Andere haben darin nicht mehr als eine Show gesehen. Nach dem, was Menschen sagen, die dabei waren, liegt die Wahrheit zwischen diesen Erzählungen. Der wahre Wert solcher Zusammenkünfte lässt sich ohnehin nicht mit Worten bemessen. Erst wenn wirklich schlimme Dinge passieren sollten, wird man sagen können, ob derartige Veranstaltungen ihre Zeit wert waren.

Von Sebastian Haak
Erfurt – Es gibt Tage, an denen einfach alles schiefläuft. Ganz gleich, wie lange ziemlich viele Menschen in den Wochen zuvor daran gearbeitet haben, dass doch alles richtig laufen möge. Richtiges Licht, richtige Monitore, richtige Scheinwerfer – und vor allem: der richtige Hintergrund.
Wenn das wahre Leben zuschlägt, sind all solche Vorbereitungen schnell umsonst.
Also stehen die Spitzen der Thüringer Landesregierung in einer fast leeren Fahrzeughalle im Gefahrenabwehrzentrum Erfurt-Süd, als sie auf einer Pressekonferenz darüber sprechen wollen, zu welchen Ergebnissen das Sicherheitskabinett der Landesregierung gerade gekommen ist.
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