Die Beamten des Freistaats werden aller Voraussicht nach demnächst wieder mehr Geld bekommen. Im Gegenzug dafür werden sie allerdings auf einige Privilegien verzichten müssen. Für viele von ihnen ist das eine ziemlich neue Erfahrung. Vor allem aber ist das der Anfang einer ernsthaften Diskussion nicht nur darüber, ob Lehrerinnen und Lehrer in Thüringen demnächst noch verbeamte werden sollten. Erste, einflussreiche Stimmen aus der Landespolitik zweifeln inzwischen daran.

Von Sebastian Haak
Erfurt – Wenn es nach den gewohnten Routinen verlaufen wäre, wäre es ungefähr so gekommen: Das Finanzministerium hätte verkündet, dass nun auch die Thüringer Landesbeamten bald mehr Geld bekommen werden, weil das Kabinett der Landesregierung beschlossen habe, den jüngsten Tarifabschluss für die Angestellten des Freistaats auch auf die Beamten zu übertragen. Mit ein paar Monaten Verspätung zwar, was bei Beamtenvertretern zu einigem, bekannten Grummeln geführt hätte. Aber am Ende wäre es trotzdem ziemlich unspektakulär geblieben. Der Landtag hätte diese Anpassung der Beamtenversorgung dann ohne große Debatte beschlossen. Eben, alles wie immer. Nach dem nächsten Abschluss für die Angestellten des öffentlichen Dienstes wäre es dann wieder nach dieser Routine verlaufen.
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