KitaG oder KitaAde?

KitaG oder KitaAde?

Was demografischer Wandel wirklich bedeutet, spüren die Erzieherinnen und Erzieher in den Thüringer Kindergärten so sehr, wie wohl nur wenige andere Menschen im Freistaat. Wenn immer weniger Kinder geboren werden, gibt es für sie immer weniger Kinder zu betreuen. Das gefährdet viele der Einrichtungen, in denen sie arbeiten. Mit anderen Worten: Es gefährdet ihre Arbeitsplätze. In der ersten Ausgabe unserer Podcast-Reihe Thüringen Insider On Tour besuchen wir den Kindergärtner Jörg Vetter in Weimar. Er hat jahrelang in einem Kindergarten gearbeitet, den es inzwischen nicht mehr gibt: Er wurde infolge des demografischen Wandels vor wenigen Tagen geschlossen.

Der Kindergarten-Erzieher Jörg Vetter.
Die Kita, in der er jahrelang gearbeitet hat, ist nun geschlossen worden: der Kindergarten-Erzieher Jörg Vetter. Foto: Sebastian Haak

An dem Tag, an dem wir Vetter treffen, sind nur noch wenige Kinder in dem Haus, in dem der Erzieher einen großen Teil seines bisherigen Berufslebens gearbeitet hat. Die Kinder, die noch da sind, haben zwar eine großartige Zeit. Das Verhältnis von Betreuern pro Kind ist kurz vor dem endgültigen Aus für die Einrichtung so gut, wie es im Alltag von Kitas eigentlich nie ist. Trotzdem sind es zumindest für die Beschäftigten dieses Kindergartens keine glücklichen Momente. Es schmerzt sie, das Haus so zu sehen. In dem Raum, in dem das Gespräch stattfindet, sieht es bereits nach Umzug aus.

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