Digitales Dilemma

Digitales Dilemma

Selbst in der öffentlichen Verwaltung geht es vorwärts mit der Digitalisierung. Langsamer zwar als in vielen Kinder- und Jugendzimmern oder privatwirtschaftlich finanzierten Büros. Aber umkehren lässt sich dieser Trend auch in Thüringer Amtsstuben inzwischen nicht mehr. Nun gilt es zunehmend, dabei auch die Menschen nicht aus dem Blick zu verlieren, die der Digitalisierung eher skeptisch gegenüberstehen. Sie hatten im analogen Gebaren der Verwaltung einen Rückzugsraum, den es künftig kaum mehr geben wird, Stichwort „digital only“. Damit die Digitalisierung nicht zu einem politisch-gesellschaftlichen Konfliktfeld wird wie Migration oder Klimaschutz, braucht es vor allem: Bildung.

Ein Laptop mit Windows-Betriebssytem
Digitalstaatssekretärin Milen Starke und Digitalminister Steffen Schütz wollen bei der technischen Abhängigkeit von US-Konzernen einen Neustart. Die Digitalisierung der Verwaltung birgt aber auch gesellschaftliches Konfliktpotenzial. Fotos: Sebastian Haak

Von Sebastian Haak

Erfurt – Der November wird ein – sagen wir mal – interessanter Monat werden. Für zehntausende Beschäftigte des Landes und daran anschließend auch für alle, die mit einer Landesbehörde zu tun haben.

In wenigen Wochen nämlich soll eine Umstellung als verpflichtend beschlossen werden, die zwar klein daherkommt. Aber sie kann doch als Gradmesser dafür herhalten, wie es um die Digitalisierung der Landesverwaltung steht und ob dabei wirklich solche Fortschritte gemacht werden, wie Steffen Schütz und Milen Starke sie schon seit ihrem Amtsantritt versprechen.

Qualitätsjournalismus kostet Geld. Die Nutzung unseres Angebots ist deshalb kostenpflichtig. Der vollständige Beitrag ist nur für Abonnentinnen und Abonnenten sichtbar.