Das Prinzip Hoffnung ist tot

Das Prinzip Hoffnung ist tot

Die Wahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin sind eine Zäsur in der Geschichte des wiedervereinigten Deutschland. Für das – aus Thüringer Sicht –  Superwahljahr 2029 lassen sie nichts Gutes erwarten. Ganz im Gegenteil. Das hat maßgeblich mit der nun so dramatisch sichtbar gewordenen Schwäche der CDU zu tun, die auch eine Folge von Fehleinschätzungen und Fehlentscheidungen der Partei aus den vergangenen Jahren ist. Ein nicht kleiner Teil davon ist in Thüringen begangen worden. Trotzdem vermittelt das, was Friedrich Merz zuletzt gesagt hat, nicht wirklich den Eindruck, seine Partei habe aus diesen Fehlern gelernt. Im Bund wie im Freistaat fehlt ihr ein Plan, der größer ist als Durchhalteparolen. Eine Fokus-Thüringen-Analyse.

Das Verwaltungshochhaus des Thüringer Landtages.
Wer in die oberen Etagen des Thüringer Landtages einzieht, hängt maßgeblich davon ab, wie stark die Thüringer CDU bei den nächsten Wahlen wird. Fotos: Sebastian Haak

Von Sebastian Haak

Erfurt/Berlin – Jahrelang schien es, als sei es nur eine Frage der Zeit, bis eine stolze und ehemals große Volkspartei den Einzug in einen ostdeutschen Landtag verpassen würde. Die Zustimmung zu dieser Partei war von Wahl zu Wahl gesunken, von einzelnen Ausreißern nach oben – geschuldet jeweils besonderen Lagen und Situationen – mal abgesehen. Der Trend schien klar. Abwärts. Immer abwärts. Die Fünf-Prozent-Hürde fest im Blick.

Aber die SPD ist noch in allen deutschen Landtagen vertreten.

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