Trotz eines kleinen Kratzers in seinem aktuellen Wahlergebnis ist Mario Voigt der unbestrittene Chef der Thüringer CDU. Auf dem jüngsten Landesparteitag hat sich die Union im Freistaat so geschlossen hinter ihn gestellt, wie das bei den Christdemokraten möglich ist. Entsprechend erleichtert ist Voigt, als er kurz nach seiner Wahl die Glückwünsche selbst von jenen entgegennimmt, die in den vergangenen Jahren nicht als seine bedingungslosen Unterstützer aufgefallen waren. Für die Thüringer CDU verbindet sich damit aber auch ein enormes Risiko, dem sie nicht ausweichen kann.

Von Sebastian Haak
Eisenach – Mario Voigt kostet seinen Triumph aus. Holzlöffelchen um Holzlöffelchen. Auch wenn sich nicht abschließend klären lässt, ob das Holz, aus dem sie hergestellt worden sind, ökologisch verantwortungsvoll aus Wäldern aus dem „Grünen Herzen“ Deutschlands stammt. Oder ob dafür Bäume in einem anderen Teil Deutschlands sterben mussten und dann in die kleinen Pappeisbecher gesteckt worden sind, aus denen Voigt gerade löffelt. Aber sei es, wie es ist: Die Süßigkeit, die sich Voigt am Samstag in Eisenach gönnt, ist auch eine Belohnung dafür, wie gut er sich in den Stunden zuvor geschlagen und was er erreicht hat. Ob das zum Wohle des Landes und zum Wohle seiner Partei ist, wird sich erst noch zeigen müssen.
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