Brombeer-Matsch mit Soße

Brombeer-Matsch mit Soße

Besserwisser mag niemand. Aber natürlich können sich nun all jene vollends und endgültig bestätigt fühlen, die schon seit etwa zwei Jahren vorhergesagt haben, dass die Thüringer Brombeer-Koalition eher früher als später zerbrechen wird. Und so sehr Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt auch versucht, das Ende des Bündnisses als formalen Betriebsunfall darzustellen, der durch zwischenmenschliches Vertrauen einfach so überbrückt werden kann: Weil die Linken nicht gewillt sind, bei diesem Versuch mitzumachen und auf sehr grundlegende rechtliche Zusammenhänge verweisen, wird in den kommenden Tagen wieder sehr viel verhandelt werden in diesem Freistaat.

Mehrere Kisten stehen im Thüringer Landtag
Im Thüringer Landtag laufen die Vorbereitungen für den Tag der offenen Tür, während Katja Wolf, Mario Voigt und Georg Maier sagen, dass sie politisch weitermachen wollen – irgendwie. Fotos: Sebastian Haak

Von Sebastian Haak

Erfurt – Es klappt aber auch gar nichts ohne Störungen von außen in diesem Land. Nicht in den vergangenen Wochen und Monaten. Nicht am Freitagmittag, als die nunmehr Ex-BSW-Landesvorsitzende Katja Wolf in einem Flur des Thüringer Landtages zu sagen versucht, dass die Lage in Thüringen doch gut ist, alles ziemlich stabil ist und alles ein gutes Ende nehmen wird. Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt – der auch noch CDU-Landesvorsitzender ist – hatte das unmittelbar zuvor auch schon behauptet. „Heute ist ein Tag der Klarheit“, hatte er gesagt. „Die Botschaft des Tages ist auch klar: Wir stehen gemeinsam verlässlich für eine Politik. Die Menschen im Land müssen sich keine Sorgen machen. Wir kümmern uns um die Themen, die ihr Leben betreffen.“

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