Neben der Verteidigungsindustrie ist die Luft- und Raumfahrtbranche einer der Wirtschaftssektoren in der Welt, in Europa, in Deutschland und damit auch in Thüringen, die in den nächsten Jahren deutlich wachsen werden. Das verspricht gute Aufträge, sichere Arbeitsplätze, wichtige Steuereinnahmen. Dass es nun erstmals einen eigenen Luft- und Raumfahrttag in Thüringen gegeben hat, ist deshalb ein folgerichtiger Versuch, von diesem prognostizierten Boom zu profitieren. Noch folgerichtiger ist aber, dass dort auch immer wieder warnende Stimmen zu hören waren, auch aus der Branche selbst. Denn das Risiko, gerade in einem Hightech-Bereich wie diesem, den Anschluss an die Zukunft zu verlieren, ist im Lichte der politisch-gesellschaftlichen Entwicklungen im Osten groß.

Von Sebastian Haak
Jena – Die Mission ist klar. Und die Weiten, die vor den Männern und Frauen liegen, die sich in der ad-hoc-Arena in Jena versammelt haben, sind zwar nicht unendlich, aber sie sind doch voller schöner Zukunftsaussichten. Das liegt natürlich auch daran, dass viele Menschen Luft- und Raumfahrt auch 123 Jahre nach dem ersten Flug eines motorisierten Flugzeugs und 65 Jahre nach dem ersten Ausflug eines Menschen ins All mit Träumen und Visionen verbinden. Jedenfalls all jene, die keine Flugangst haben.
Und selbst auf dem Boden der Tatsachen, im irdischen Hier und Jetzt, sind die wirtschaftlichen Aussichten der Luft- und Raumfahrtbranche ziemlich gut. Ja, mehr noch: Angesichts der Dauerkrise der für Deutschland so wichtigen Automobilindustrie erscheinen sie sogar blendend.
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